Wer als Erster die Stille durchbricht, hat die Deutungshoheit. Es sei denn, der Nächste schreit noch lauter.

Zur 13. Ausgabe des Kunst- und Kulturfestivals Begehungen betreten wir einen Ort mit derzeit 0 Dezibel. Bestimmt sonst die Örtlichkeit den erlaubten Lärmpegel und die Art der Zusammenkunft, soll hier die Kunst eine Umnutzung schaffen, die ihrem eigenen Pegel entspricht. In einer Diktatur der Stille wird der Laut zum revolutionären Akt. Es gilt eine Welt zu erschaffen, sich einen Raum zu nehmen, laut oder leise. Einzufordern, was niemandem gehört. Zwischen 35 und 70 Dezibel kommen wir vielleicht auf einen gemeinsamen Nenner.

Die Begehungen setzen sich in diesem Jahr zum Einen das Ziel, die Historie des Chemnitzer Poelzig-Areals auf rund 5000 qm Ausstellungsfläche des ehemaligen Damenwäsche- und Sportbekleidungsherstellers momenthaft zu dokumentieren und zum Anderen, dessen Überreste mit den Ausdrucksmitteln der Kunst weiterzudenken.

https://vimeo.com/180301247

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