Die Objekte stehen frei im Raum, wie ein 3D Puzzle sind sie aus jeweils 40 gleichförmigen, ovalen Papier-Elementen zusammengesetzt. Das Stecksystem schafft aus den planen Teilen eine raumgreifende, sich stetig fortsetzende Installation. Ein vertrautes Prinzip, das endlose Variationen hinsichtlich der Kombination ermöglicht. Alle Teile stecken ineinander, alles setzt sich fort, hängt zusammen, verbindet sich neu. Fin sin Fin – Ende ohne Ende.

Unterschiedliche Motive prägen die einzelnen Elemente der Objekte: Sind Linien und Strukturen ornamental, rein zufällig oder sind vage Assoziationen zu figürlichen Darstellungen gewollt? Erkennen wir Gesichter, die einander zugewandt sind? Ist hier eine menschliche Figur mit nach hinten gestrecktem Arm zu sehen oder täuscht das?

Malte Kebbel greift bewusst auf Szenen eines der berühmtesten Meisterwerke der Kunstgeschichte zurück. Mehrfach bearbeitet und verfremdet er Details aus Leonardo da Vincis Abendmahl am Computer. Er will die alte Geschichte neu erzählen. Es geht ihm dabei um Beziehungen, um Verbindungen untereinander, um verbindende Werte, die ein dynamisches Fundament von Leichtigkeit schaffen. Es geht aber auch um Zwischenräume, die leer bleiben für neue Wandlungen.

Text: Kerstin Bienert

Museumsleiterin - Museen Burg Abenberg

Date

2015

Category

Installation

Dimension

400 cm (157.5") x 200 cm (78.7") x 200 cm (78.7")

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